DAAD-Austausch stärkt Zusammenarbeit zwischen Göttingen und Budapest

Studierende aus Budapest zu Besuch in der Arbeitsgruppe Biosignalverarbeitung

Foto: DAAD-Austausch stärkt Zusammenarbeit zwischen Göttingen und Budapest.

Im Rahmen einer DAAD-geförderten Kooperation hat die Arbeitsgruppe Biosignalverarbeitung der Universitätsmedizin Göttingen erneut vier Studierende der Eötvös-Loránd-Universität Budapest in Göttingen begrüßt. Der zweite Besuch der Gruppe knüpfte an den bereits bestehenden wissenschaftlichen Austausch mit Peter Kovacs und seiner Arbeitsgruppe an und bot Gelegenheit, gemeinsame Forschungsfragen weiter zu vertiefen. Die Kooperation verbindet unterschiedliche fachliche Schwerpunkte auf produktive Weise: Das Team aus Budapest bringt umfassende Expertise in Mathematik, numerischen Methoden und Signalverarbeitung ein, während die Göttinger Arbeitsgruppe ihre Erfahrung in der Biosignalverarbeitung und in klinischen Anwendungen ergänzt. Gemeinsam arbeiten die Partner an neuen Methoden zur Entrauschung biomedizinischer Signale. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbesserung von EKG-Signalen mithilfe von Sparse Dictionary Learning und neuronalen Netzen. Die entwickelten Ansätze sollen perspektivisch auch für Signale weiterentwickelt werden, die im Zusammenhang mit dem Myokardinfarkt von Bedeutung sind. Gerade hier können eine zuverlässige Signalinterpretation und schnelle Entscheidungsprozesse eine wichtige Rolle spielen, da eine frühzeitige Intervention entscheidend dazu beitragen kann, Herzmuskelgewebe zu erhalten und die Prognose von Patient*innen zu verbessern. Der Aufenthalt in Göttingen war diesmal besonders stark auf die Studierenden ausgerichtet. In direkten Gesprächen, gemeinsamen Arbeitssitzungen und methodischen Diskussionen konnten sie eigene Ideen einbringen, offene Fragen bearbeiten und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit unmittelbar erleben. Der persönliche Austausch erwies sich dabei erneut als wichtiger Motor der Kooperation - er machte die Zusammenarbeit nicht nur produktiver, sondern auch direkter und lebendiger. Die Arbeitsgruppe Biosignalverarbeitung bedankt sich bei den Gästen aus Budapest für den offenen und inspirierenden Austausch und freut sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Peter Kovacs und seiner Arbeitsgruppe.

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